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Wann ist Black Friday in Deutschland? Termin, Black Week & Tipps für 2026

Black Friday 2026 in Deutschland: Datum, Black Week & Cyber Monday auf einen Blick. Plus: Tipps, wie du echte Rabatte erkennst und clever sparst.

Der Black Friday 2026 in Deutschland fällt auf Freitag, den 27. November 2026. Er ist damit der vierte Freitag im November und folgt unmittelbar auf den amerikanischen Feiertag Thanksgiving. Wer die besten Angebote sichern möchte, sollte sich jedoch nicht nur diesen einen Tag merken: Die Black Week startet bereits am Montag, dem 20. November 2026, und der Cyber Monday schließt das Rabatt-Wochenende am 30. November 2026 ab.

Die wichtigsten Termine rund um den Black Friday 2026

Der Black Friday ist längst kein Einzelereignis mehr. Die Händler beschränken sich nicht mehr nur auf den Freitag, sondern weiten ihre Aktionen immer öfter zu einer ganzen Black Week, einem Black Weekend oder bis zum Cyber Monday aus. Für den Herbst 2026 ergeben sich damit folgende Schlüsseldaten:

Ereignis Datum 2026
Start Black Week Montag, 20. November 2026
Black Friday Freitag, 27. November 2026
Black Weekend 28.–29. November 2026
Cyber Monday Montag, 30. November 2026
Cyber Week (Nachläufer) 1.–5. Dezember 2026

Der Black Friday ist der eigentliche Rabatttag, der vierte Freitag im November. Die Black Week ist die Woche drumherum, in der viele Händler ihre Angebote schon vorab starten und über mehrere Tage strecken. Und der Cyber Monday ist der Montag direkt danach, ursprünglich der Tag für Online- und Technikdeals, heute aber oft nur die Verlängerung derselben Rabattaktion.

Ein bis zwei Wochen vor dem Black Friday starten erste Countdown-Deals. Die stärksten Angebote kommen Dienstag bis Freitag der Black Week – Blitzangebote sind oft nach Stunden weg. Wer also auf ein bestimmtes Produkt wartet, sollte nicht erst am Black Friday selbst mit der Suche beginnen.

Black-Friday-Termine 2026 im Überblick

Black Week 20.–27. Nov. BF 27.11. Weekend 28.–29.11. CM 30.11. Cyber Week 1.–5. Dez. 20. Nov. 27. Nov. 30. Nov. 1.–5. Dez. Black Friday (27.11.) Cyber Monday (30.11.)
Übersicht aller relevanten Black-Friday-Aktionszeiträume im November/Dezember 2026.

Was ist Black Friday – und wie kam er nach Deutschland?

„Black Friday" bezeichnet in den USA den Freitag, der auf das am vierten Donnerstag eines jeden Jahres stattfindende Thanksgiving-Fest folgt. Thanksgiving ist in den USA ein staatlicher Feiertag und bekannt als eines der größten Familienfeste. Die große Bedeutung des darauf folgenden Freitags als wichtiger Einkaufstag rührt daher, dass viele Amerikaner diesen Brückentag zwischen Thanksgiving und dem darauf folgenden Wochenende frei nehmen.

Der Name hat dabei eine überraschende Herkunft: Der wahre Ursprung liegt in Philadelphia, in den 1950er- und 1960er-Jahren. Am Tag nach Thanksgiving strömten so viele Menschen zum Einkaufen und zum großen Footballspiel in die Innenstadt, dass die Straßen vollständig verstopften. Die Polizei vor Ort musste Sonderschichten schieben, um das Verkehrschaos und das Gedränge in den Griff zu bekommen – und taufte diesen anstrengenden Tag genervt „Black Friday". Aus einem Schimpfwort der überarbeiteten Beamten wurde also der Name des größten Shoppingtags des Jahres.

In Deutschland ist der Black Friday eine vergleichsweise junge Erscheinung. Nachdem Apple die Idee des Black Fridays 2006 nach Deutschland brachte, waren es vor allem Onlinehändler, die den Tag aufgriffen und mit ihren Rabattaktionen von Jahr zu Jahr bekannter machten. Es gab zwar zwischenzeitlich immer mal wieder Experimente von Händlern, bei denen Online-Gutscheine mit Rabatten in stationären Filialen verknüpft wurden, jedoch kam der Schnäppchentag erst 2016 so richtig in den Innenstädten und Shoppingcentern an. Seitdem ist die Zahl der teilnehmenden Filialen rasant gestiegen, sodass mittlerweile in nahezu allen Städten Deutschlands am Black Friday nach Herzenslust zu reduzierten Preisen geshoppt werden kann.

Nicht verwechseln sollte man den Schnäppchentag übrigens mit dem historischen „Schwarzen Freitag": Nicht zu verwechseln ist das Event mit dem „Schwarzen Freitag", der den New Yorker Börsencrash von 1929 zum Thema hat (und der eigentlich auf einen Donnerstag fiel).

Black Friday in Zahlen: Wie groß ist das Event in Deutschland?

Der Black Friday hat sich in Deutschland zu einem der bedeutendsten Handelsereignisse des Jahres entwickelt. Trotz stagnierender Umsätze bleibt der Black Friday das bekannteste Shopping-Event des Jahres mit 94 % Bekanntheitsgrad.

Der Black Friday – das größte Shopping-Event, das jährlich am Freitag nach Thanksgiving stattfindet – bleibt ein Umsatzgarant. 2024 gaben Verbraucher in Deutschland 5,9 Milliarden Euro aus, exakt auf Vorjahresniveau. Für 2025 zeichnete sich laut Prognosen des Handelsverbands Deutschland (HDE) erstmals eine leichte Abschwächung ab: Zu Black Friday und Cyber Monday 2025 wurden die Ausgaben voraussichtlich um knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr sinken. Auch mit 5,8 Mrd. Euro sind die Ausgaben auf hohem Niveau und nur geringfügig unter den Werten des Vorjahres.

Knapp die Hälfte der Onlineshoppenden wollen reduzierte Produkte zum Black Friday kaufen, beim Cyber Monday ist es gut ein Drittel. Ein großer Teil dieser Ausgaben entfällt dabei auf die Weihnachtsvorbereitung: 54 bzw. 42 % der Nutzenden der Aktionstage wollen dabei auch Weihnachtseinkäufe tätigen und 57 bzw. 48 % der Ausgaben dafür aufwenden.

Sind die Rabatte am Black Friday wirklich echt?

Wer am Black Friday sparen möchte, sollte genau hinsehen. Die Realität ist nüchterner, als viele denken. Laut idealo lag die durchschnittliche Ersparnis 2024 bei rund 6 %. Zwar waren 66 % der Produkte günstiger als im Vormonat – aber nur jedes zehnte um mindestens 20 %.

Ein bekanntes Problem sind sogenannte Mondpreise: Viele Shops ziehen den Rabatt vom UVP (unverbindliche Preisempfehlung) ab, um höhere Rabatte zu erzielen. Tatsächlich werden Produkte aber fast nie zum UVP angeboten, sondern deutlich darunter. Ein Black Friday Schnäppchen ist also nicht immer ein Schnäppchen.

Worauf lohnt sich der Blick wirklich? Bei Elektronik, Gaming und Haushalt sind die Rabatte real. Bei Mode sollte man genau hinschauen – hohe Prozentzahlen beziehen sich oft auf die UVP, nicht auf den tatsächlichen Verkaufspreis. Wer den Normalpreis eines Produkts kennt und gezielt kauft, spart – das ist der Schlüssel.

Beim Online-Kauf gelten übrigens dieselben Verbraucherrechte wie das ganze Jahr: Beim Rückgaberecht ändert sich bei Black Friday Deals nichts. In Deutschland gilt bei Onlinekäufen immer ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Der Countdown beginnt in dem Moment, in dem du deine Bestellung in der Hand hast.

So bereitest du dich optimal auf den Black Friday vor

Der wichtigste Tipp: früh anfangen. Wer erst am 27. nach Deals sucht, ist spät dran. Die Rabattschlacht beginnt mittlerweile Wochen vorher – und die interessantesten Preise tauchen oft nicht am Freitag selbst auf, sondern irgendwann dienstags oder mittwochs in der Black Week, wenn die Händler sich gegenseitig unterbieten.

Die besten Strategien für den Black Friday 2026 auf einen Blick:

  • Wunschliste anlegen: Erstelle eine Liste der Produkte, die du kaufen möchtest, und beobachte deren Preise schon Wochen vor dem Black Friday, um echte Rabatte von künstlichen Preissenkungen zu unterscheiden.
  • Preisvergleich nutzen: Prüfe den Preisverlauf, etwa bei idealo. So siehst du, ob der „Rabatt" wirklich ein Tiefpreis ist oder nur ein kurz angehobener Mondpreis.
  • Newsletter abonnieren: Abonniere Newsletter von vertrauenswürdigen Händlern und folge ihnen in den sozialen Medien, um frühzeitig über Sonderangebote informiert zu werden.
  • Budget setzen: Plane deinen Einkauf und setze dir ein Budget, um impulsive Käufe zu vermeiden.
  • Zahlungsart prüfen: Wird nur Vorkasse per Überweisung angeboten, solltest du den Händler besser meiden.
  • Lieferbedingungen beachten: Achte auf die Lieferzeiten, Versandkosten sowie die Produktbeschreibung.

Der Markenschutz-Streit: Warum Black Friday früher ein juristisches Minenfeld war

Ein besonderes Kapitel der deutschen Black-Friday-Geschichte spielt sich vor Gericht ab. In Deutschland gab es viele Jahre in Bezug auf den Black Friday rechtliche Unsicherheiten, denn die Bezeichnung war als Wortmarke geschützt. Wer die „Black Friday"-Marke ohne Lizenz für Werbung nutzte, riskierte teure Abmahnungen.

Die Marke „Black Friday" wurde im Jahr 2013 in das Markenregister des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) eingetragen, 2016 vom chinesischen Unternehmen Super Union Holdings Ltd. übernommen und dann an eine österreichische Black Friday GmbH lizenziert. Unter Berufung auf ihre exklusiven Rechte verlangte die Firma von Händlern, die ihre Verkaufsaktionen mit „Black Friday" bewarben, den Abschluss eines Lizenzvertrages mit Zahlung von Lizenzgebühren, den sie mit Abmahnungen durchzusetzen versuchte.

Dieser Streit ist heute endgültig Geschichte: Seit Ende Juni 2023 gibt es nun endlich Rechtssicherheit für Händler und Unternehmer: Der BGH wies die Nichtzulassungsbeschwerde der Markeninhaberin zurück und erklärte das Urteil des LG Berlin und damit die Löschung der Marke für rechtskräftig. Damit muss die Wortmarke endgültig für alle Waren und Dienstleistungen aus dem Markenregister des Patent- und Markenamts entfernt werden und ist nicht mehr als Marke geschützt.

FAQs

Wann genau ist der Black Friday 2026 in Deutschland und wie lautet die Regel für kommende Jahre?

Der Black Friday 2026 findet am Freitag, dem 27. November 2026, statt. Die Regel ist einfach und unveränderlich: Der Black Friday fällt immer auf den vierten Freitag im November eines jeden Jahres – und damit auf den Tag unmittelbar nach dem amerikanischen Feiertag Thanksgiving, der stets auf den vierten Donnerstag im November datiert ist.

Für die kommenden Jahre ergeben sich damit folgende Termine:

  • Black Friday 2026: 27. November 2026
  • Black Friday 2027: 26. November 2027
  • Black Friday 2028: 24. November 2028

Wer den genauen Termin für ein bestimmtes Jahr ermitteln möchte, muss also lediglich den vierten Donnerstag im November bestimmen – der darauffolgende Freitag ist dann der Black Friday. Da in Deutschland Thanksgiving kein Feiertag ist, hat der Black Friday hierzulande keinerlei gesetzliche Sonderbedeutung. Er ist ein normaler Arbeitstag, an dem Händler und Online-Shops mit Rabattaktionen um Kundschaft werben.

Wichtig zu wissen: Wer nur den Freitag selbst einplant, verpasst oft die besten Deals. Die Rabattphase beginnt in Deutschland mittlerweile deutlich früher. Viele Händler starten schon in der ersten Novemberhälfte mit ersten Vorab-Aktionen, spätestens ab dem 20. November läuft die offizielle Black Week. Der Freitag selbst markiert den Höhepunkt – aber bereits Dienstag und Mittwoch der Black Week können sehr attraktive Angebote bringen, wenn Händler sich gegenseitig mit Preisen unterbieten.

Was ist der Unterschied zwischen Black Friday, Black Week, Black Weekend und Cyber Monday?

Diese vier Begriffe werden häufig durcheinandergeworfen, beschreiben aber unterschiedliche Zeiträume und Konzepte:

  • Black Friday: Der eigentliche Aktionstag am vierten Freitag im November. 2026 ist das der 27. November. Ursprünglich ein einzelner Tag mit besonders hohen Rabatten – heute meist nur noch der Höhepunkt einer längeren Aktionsphase.
  • Black Week: Die gesamte Aktionswoche rund um den Black Friday. In Deutschland läuft sie in der Regel von Montag bis Freitag vor dem Black Friday, also 2026 vom 20. bis 27. November. Viele Händler starten bereits montags mit ersten Rabatten und steigern die Intensität bis zum Freitag hin.
  • Black Weekend: Das Wochenende direkt nach dem Black Friday, in 2026 der 28. und 29. November. Viele Händler verlängern ihre Angebote über das Wochenende, da der Samstag und Sonntag traditionell starke Einkaufstage sind.
  • Cyber Monday: Der Montag nach dem Black Friday – in 2026 der 30. November. Ursprünglich als reiner Online-Pendant zum stationären Black Friday gedacht, heute in Deutschland kaum noch klar vom Black Friday abzugrenzen. Manche Händler setzen beim Cyber Monday einen leichten Fokus auf Software, Streaming-Dienste und digitale Produkte.

In der Praxis verschwimmen diese Grenzen in Deutschland immer mehr. Manche Händler sprechen von einem „Black November" und strecken ihre Aktionen über den gesamten Monat. Für Verbraucher bedeutet das: Es gibt nicht mehr den einen optimalen Kaufzeitpunkt. Wer ein bestimmtes Produkt im Blick hat, sollte den Preisverlauf schon ab Mitte Oktober beobachten und zuschlagen, sobald ein echter Tiefpreis erreicht ist – unabhängig davon, ob es technisch gesehen Black Friday, Black Week oder Cyber Monday ist.

In welchen Kategorien lohnt sich der Black Friday in Deutschland wirklich?

Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt stark auf die Produktkategorie an. Pauschal „Black Friday lohnt sich immer" oder „Black Friday ist nur Abzocke" trifft beides nicht zu.

Kategorien mit erfahrungsgemäß echten Rabatten:

  • Elektronik und Technik: Fernseher, Smartphones, Laptops und Kopfhörer gehören zu den Produktkategorien, bei denen die Rabatte in der Regel real sind. Besonders attraktiv: Ältere Modelle des Vorjahres werden am Black Friday oft deutlich stärker reduziert als aktuelle Neuheiten. Ein TV-Modell aus dem Vorjahr kann so auf Tiefpreise fallen, die ohne Black Friday kaum erreicht werden.
  • Gaming: Spieletitel, Zubehör und Konsolen. Spielepreise sind transparent und überall vergleichbar – wenn dort „30 bis 50 Prozent Rabatt" steht, stimmt das meistens auch.
  • Haushaltsgeräte: Staubsauger, Kaffeemaschinen und ähnliches werden oft wirklich günstiger. Auch hier gilt: Bekannte Modelle mit stabiler Preisentwicklung bevorzugen.
  • Software und Streaming-Abos: Besonders am Cyber Monday gibt es häufig starke Rabatte auf Jahresabonnements von Streaming-Diensten, Cloud-Speicher oder Software.

Kategorien, bei denen Vorsicht geboten ist:

  • Mode und Bekleidung: Hier sind hohe Prozentzahlen besonders häufig auf die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) bezogen, die ohnehin kaum jemand zahlt. Ein „50 % Rabatt" auf die UVP kann in der Praxis bedeuten, dass der Artikel im gleichen Shop eine Woche zuvor genauso viel gekostet hat.
  • Unbekannte Marken aus Fernost: Gerade zum Black Friday schalten viele zweifelhafte Online-Shops Werbung für angebliche Mega-Schnäppchen. Rücksendungen können teuer werden, und Qualitäts- oder Sicherheitsstandards sind nicht immer gewährleistet.

Die durchschnittliche reale Ersparnis beim Black Friday liegt laut Analysen bei rund 6 Prozent gegenüber dem Vormonatspreis. Das klingt wenig, aber bei hochpreisigen Produkten wie einem Fernseher für 800 Euro entspricht das immer noch 48 Euro echte Ersparnis. Der Schlüssel ist: Nur kaufen, was man sowieso wollte, und den tatsächlichen Marktpreis vorher kennen.

Was steckt hinter dem Markenschutz-Streit um „Black Friday" in Deutschland?

Der Begriff „Black Friday" hat in Deutschland eine juristisch turbulente Geschichte hinter sich, die für viele Händler jahrelang ein ernsthaftes Problem darstellte.

Im Oktober 2013 ließ eine Gesellschaft den Begriff „Black Friday" beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) als Wortmarke für eine Vielzahl von Waren und Dienstleistungen eintragen. Ab 2016 übernahm das chinesische Unternehmen Super Union Holdings Ltd. mit Sitz in Hongkong die Markenrechte und lizenzierte sie an eine österreichische Black Friday GmbH. Diese begann daraufhin, deutsche Händler abzumahnen, die in ihrer Werbung den Begriff „Black Friday" nutzten – ohne einen Lizenzvertrag abgeschlossen zu haben. Das betraf de facto jeden Shop, der im November mit dem Stichwort „Black Friday" warb.

Zahlreiche Händler und Verbände wehrten sich dagegen mit dem Argument, „Black Friday" sei kein schutzfähiger Markenname, sondern lediglich ein beschreibender Begriff für eine Rabattaktion – ähnlich wie man „Sommerschlussverkauf" nicht als Marke schützen lassen kann. Das Bundespatentgericht und schließlich der Bundesgerichtshof (BGH) gaben den Händlern in mehreren Schritten Recht.

Den endgültigen Schlusspunkt setzte der BGH im Juni 2023: Er wies die Nichtzulassungsbeschwerde der Markeninhaberin zurück. Damit wurde das Urteil des Kammergerichts Berlin rechtskräftig, das die Marke „Black Friday" für verfallen erklärt hatte. Die Wortmarke musste vollständig aus dem Markenregister des DPMA gelöscht werden. Seit diesem Zeitpunkt darf jeder Händler in Deutschland den Begriff „Black Friday" in seiner Werbung frei und ohne Lizenzgebühr verwenden. Der jahrelange Rechtsstreit, der die deutsche Handelslandschaft belastet hatte, ist damit beendet.

Wie erkenne ich Schein-Rabatte und Fake-Deals am Black Friday?

Schein-Rabatte am Black Friday funktionieren nach einem einfachen Prinzip: Händler erhöhen kurz vor der Aktion den angezeigten „Originalpreis" oder beziehen den Rabatt auf die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) des Herstellers – ein Preis, den real kaum jemand zahlt. Das Ergebnis: „50 % Rabatt" sieht gut aus, ist aber in Wirklichkeit kein echtes Schnäppchen.

Die verlässlichsten Methoden, um echte von falschen Rabatten zu unterscheiden:

  • Preisverlauf prüfen: Portale wie idealo.de oder geizhals.de zeigen den historischen Preisverlauf eines Produkts. Wenn ein Artikel am Black Friday „40 % günstiger" ist, der angezeigte Originalpreis aber erst zwei Wochen zuvor künstlich erhöht wurde, sieht man das auf einen Blick.
  • Preise vor dem Black Friday notieren: Wer bereits im Oktober oder Anfang November beginnt, die Preise seiner Wunschprodukte zu verfolgen, hat einen echten Vergleichswert und erkennt sofort, ob ein Deal real ist.
  • Preiswecker nutzen: Dienste wie der idealo-Preiswecker senden automatisch eine Benachrichtigung, wenn ein Produkt einen bestimmten Zielpreis unterschreitet. So muss man nicht täglich selbst nachschauen.
  • Auf dubiose Shops achten: Unbekannte Online-Shops, die kurz vor Black Friday mit extrem hohen Rabatten werben und nur Vorkasse per Überweisung akzeptieren, sollte man meiden. Seriöse Händler bieten immer sichere Zahlungsarten wie PayPal oder Kreditkarte an.
  • Bewertungen prüfen: Bei unbekannten Shops lohnt ein schneller Blick auf Bewertungsportale wie Trustpilot oder Google Reviews, um sicherzustellen, dass es sich um einen zuverlässigen Händler handelt.
  • Nicht unter Zeitdruck setzen lassen: Countdown-Timer und „Nur noch 3 Stück auf Lager"-Hinweise erzeugen künstlichen Druck. Wer gezielt kauft und seinen Wunschpreis kennt, lässt sich davon nicht beirren.

Grundregel: Ein gutes Angebot ist es nur dann, wenn der Preis wirklich niedriger ist als in den Wochen und Monaten zuvor – und nicht nur niedriger als ein kurz zuvor angehobener Phantompreis.

Gilt das Widerrufsrecht auch für Black-Friday-Käufe, und was ist bei Mängeln zu beachten?

Ja, das Widerrufsrecht gilt uneingeschränkt auch für Käufe am Black Friday, am Cyber Monday und während der gesamten Black Week. Der Aktionsstatus eines Angebots ändert nichts an den gesetzlichen Verbraucherrechten in Deutschland und der EU.

Das 14-tägige Widerrufsrecht: Bei jedem Online-Kauf in Deutschland und der EU haben Verbraucher das Recht, die Ware innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt ohne Angabe von Gründen zurückzugeben. Die Frist beginnt an dem Tag, an dem man die Ware tatsächlich in Empfang nimmt. Der Händler ist verpflichtet, den Kaufpreis zurückzuerstatten. Wichtig: Die Rücksendekosten können je nach Händler beim Verbraucher liegen – das sollte man vor dem Kauf in den Versandbedingungen prüfen.

Gewährleistung bei Mängeln: Wer ein mangelhaftes oder beschädigtes Produkt erhält, hat über das Widerrufsrecht hinaus Gewährleistungsansprüche. In Deutschland und der gesamten EU gilt eine gesetzliche Gewährleistungsfrist von zwei Jahren ab Kauf. Das bedeutet: Zeigt ein Produkt innerhalb dieser Zeit einen Mangel, hat man das Recht auf Reparatur, Austausch oder – wenn beides nicht möglich ist – Rückerstattung. Diese Rechte gelten auch dann, wenn das Produkt zum Schnäppchen-Preis am Black Friday gekauft wurde. Ein reduzierter Preis schließt Gewährleistungsansprüche nicht aus.

Besondere Vorsicht bei Shops aus Drittländern: Wer bei Händlern außerhalb der EU kauft (zum Beispiel direkt über asiatische Plattformen), hat unter Umständen keinen Anspruch auf die deutschen bzw. europäischen Verbraucherschutzrechte. Rücksendungen können dann sehr teuer werden, und die Durchsetzung von Ansprüchen ist deutlich schwieriger. Das ist ein zusätzlicher Grund, beim Black Friday bevorzugt bei seriösen, in der EU ansässigen Händlern einzukaufen.

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