Wie groß ist Deutschland? Fläche, Maßzahlen und Ländervergleiche
Wie groß ist Deutschland? Alle Fakten zur Fläche in km² und Hektar, Vergleiche mit anderen Ländern sowie historische Größen im Überblick.
Deutschland hat eine Gesamtfläche von rund 357.596 Quadratkilometern (km²). In Hektar ausgedrückt entspricht das etwa 35,8 Millionen Hektar. Das Land erstreckt sich von Nord nach Süd über rund 876 Kilometer – von List auf Sylt bis nach Berchtesgaden – und misst in West-Ost-Richtung etwa 640 Kilometer. Mit dieser Fläche belegt Deutschland weltweit etwa Rang 62 bis 63 der größten Länder der Erde und ist innerhalb der Europäischen Union das viertgrößte Mitgliedsland – nach Frankreich, Spanien und Schweden.
Die Fläche Deutschlands in verschiedenen Maßeinheiten
Die Gesamtfläche der Bundesrepublik Deutschland beträgt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 357.596 km². Je nach Quelle und Erhebungsmethode schwanken die genauen Angaben geringfügig zwischen etwa 357.022 km² und 357.684 km² – diese Abweichungen entstehen durch unterschiedliche Behandlung von Binnengewässern, Küstenlinien und Erhebungszeitpunkten. In der Praxis ist der Wert von rund 357.000 bis 358.000 km² der am häufigsten verwendete.
- Quadratkilometer (km²): ca. 357.596 km²
- Hektar (ha): ca. 35.760.000 ha (rund 35,8 Millionen Hektar)
- Quadratmeilen: ca. 138.067 sq mi
Rund die Hälfte der Staatsfläche wird landwirtschaftlich genutzt – nach Destatis waren es zum Jahresende 2024 genau 179.578 km². Hinzu kommen rund 30 Prozent Waldfläche. Siedlungs- und Verkehrsflächen wachsen weiterhin, wobei täglich statistisch gesehen etwa 124 Fußballfelder als Siedlungsfläche hinzukommen.
Deutschlands Position im weltweiten und europäischen Flächenranking
Im globalen Vergleich wirkt Deutschland auf einer Weltkarte kleiner als es tatsächlich ist – besonders in der weit verbreiteten Mercator-Projektion werden höhere Breitengrade optisch verzerrt dargestellt. Tatsächlich belegt Deutschland mit etwa 357.000 km² Platz 62 bis 63 unter allen Staaten der Erde. Zum Vergleich: Das mit Abstand größte Land, Russland, erstreckt sich über rund 17,1 Millionen km² – das ist fast 48-mal so groß wie Deutschland. Selbst das nach Fläche zehntgrößte Land der Erde, Algerien, ist mit rund 2,78 Millionen km² mehr als sechsmal so groß wie die Bundesrepublik.
Innerhalb der Europäischen Union nimmt Deutschland mit rund 8,4 Prozent der EU-Gesamtfläche den vierten Platz ein. Die Rangfolge lautet: Frankreich (ca. 643.800 km²), Spanien, Schweden – dann Deutschland. Nur vier EU-Staaten sind also größer als die Bundesrepublik, während die große Mehrheit der Mitgliedsländer deutlich kleiner ausfällt.
Deutschland im Flächenvergleich mit ausgewählten Ländern (km²)
Größenvergleich mit ausgewählten Ländern im Detail
Um die Fläche Deutschlands greifbar zu machen, lohnt ein direkter Vergleich mit bekannten Ländern. Die folgende Tabelle zeigt, wie Deutschland im Verhältnis zu häufig gesuchten Staaten abschneidet:
| Land | Fläche (ca. km²) | Verhältnis zu Deutschland |
|---|---|---|
| Russland | 17.100.000 | ca. 48× größer |
| Kanada | 9.985.000 | ca. 28× größer |
| USA | 9.800.000 | ca. 27× größer |
| Australien | 7.741.000 | ca. 22× größer |
| Indien | 3.287.000 | ca. 9× größer |
| Kasachstan | 2.725.000 | ca. 8× größer |
| Grönland | 2.166.000 | ca. 6× größer |
| Iran | 1.648.000 | ca. 4,6× größer |
| Frankreich | 643.800 | ca. 1,8× größer |
| Ukraine | 603.550 | ca. 1,7× größer |
| Spanien | 505.990 | ca. 1,4× größer |
| Schweden | 447.430 | ca. 1,3× größer |
| Norwegen | 385.207 | ca. 1,1× größer |
| Deutschland | 357.596 | – |
| Japan | 377.975 | ca. 6% größer |
| Polen | 312.685 | ca. 13% kleiner |
| Großbritannien | 243.610 | ca. 32% kleiner |
| Neuseeland | 270.467 | ca. 24% kleiner |
| Israel | 22.072 | ca. 16× kleiner |
| Luxemburg | 2.586 | ca. 138× kleiner |
Besonders anschaulich: Grönland, die größte Insel der Welt, hat zwar eine Gesamtfläche von rund 2,17 Millionen km² – also etwa sechsmal so viel wie Deutschland. Davon ist jedoch rund 80 Prozent von einem gewaltigen Inlandseis bedeckt. Die eisfreien Küstengebiete Grönlands umfassen nur etwa 410.000 km², was in der Fläche damit knapp größer ist als Deutschland. Japan ist mit rund 377.975 km² dem deutschen Staatsgebiet am ähnlichsten von allen asiatischen Staaten – und trotzdem etwas größer. Israel hingegen, mit rund 22.072 km², ist gut sechzehnmal kleiner als Deutschland.
Die 16 Bundesländer und ihre Flächen
Deutschland gliedert sich in 16 Bundesländer, deren Flächen extrem unterschiedlich ausfallen. Das flächengrößte Bundesland ist Bayern mit rund 70.542 km² – es nimmt fast ein Fünftel der deutschen Gesamtfläche ein und ist damit größer als Irland. Das zweitgrößte Bundesland ist Niedersachsen mit rund 47.710 km², gefolgt von Baden-Württemberg. Am anderen Ende der Skala stehen die drei Stadtstaaten: Bremen ist mit nur 420 km² das kleinste Bundesland, gefolgt von Hamburg mit 755 km² und Berlin mit 891 km². Die drei Stadtstaaten zusammen kommen auf weniger als 2.100 km² – ein Bruchteil der deutschen Gesamtfläche.
| Bundesland | Fläche (ca. km²) |
|---|---|
| Bayern | 70.542 |
| Niedersachsen | 47.710 |
| Baden-Württemberg | 35.751 |
| Nordrhein-Westfalen | 34.085 |
| Brandenburg | 29.654 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 23.200 |
| Hessen | 21.100 |
| Sachsen-Anhalt | 20.467 |
| Sachsen | 18.450 |
| Thüringen | 16.200 |
| Schleswig-Holstein | 15.800 |
| Rheinland-Pfalz | 19.858 |
| Saarland | 2.570 |
| Berlin | 891 |
| Hamburg | 755 |
| Bremen | 420 |
Bevölkerung und Bevölkerungsdichte
Zum Jahresende 2025 lebten laut Statistischem Bundesamt rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland – zum 31. März 2026 waren es 83,4 Millionen. Die Bevölkerung ist damit im Verlauf des Jahres 2025 erstmals seit 2020 leicht gesunken. Die Bevölkerungsdichte beträgt rund 233 bis 237 Einwohner je Quadratkilometer – damit gehört Deutschland zu den dicht besiedelten Flächenstaaten Europas. Zum Vergleich: Frankreich kommt auf rund 104 Einwohner/km², Finnland auf weit weniger. Die dichteste Besiedlung weist Berlin mit rund 4.244 Einwohnern pro km² auf, die geringste Dichte hat Mecklenburg-Vorpommern mit 70 Einwohnern pro km².
Wie groß war Deutschland früher? Historische Territorien im Überblick
Die heutige Fläche Deutschlands ist das Ergebnis tiefgreifender historischer Veränderungen im 20. Jahrhundert. Dabei lassen sich drei wichtige Vergleichspunkte unterscheiden:
Deutsches Kaiserreich (1871–1918)
Das Deutsche Kaiserreich, das am 18. Januar 1871 in Versailles ausgerufen wurde, umfasste rund 541.000 Quadratkilometer – also etwa 51 Prozent mehr Fläche als das heutige Deutschland. Preußen war mit einem Flächenanteil von rund 65 Prozent des gesamten Reichsgebietes bei weitem der größte Einzelstaat. Zum Kaiserreich zählten außerdem ein umfangreiches Kolonialreich in Afrika, Asien und im Pazifik, das der Fläche nach das viertgrößte koloniale Imperium der damaligen Welt darstellte – diese Gebiete werden zur Reichsfläche jedoch nicht gerechnet.
Weimarer Republik und Deutsches Reich (1919–1937)
Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg musste das Deutsche Reich durch den Versailler Vertrag vom 28. Juni 1919 erhebliche Gebietsverluste hinnehmen: rund 70.000 km² Territorium und mehr als 6 bis 7 Millionen Einwohner gingen verloren. Das entsprach etwa 13 Prozent der damaligen Reichsfläche. Abgetreten wurden unter anderem Elsass-Lothringen (an Frankreich), große Teile Posens und Westpreußens (an Polen), Nordschleswig (an Dänemark) sowie Teile Oberschlesiens. Die Weimarer Republik umfasste danach noch rund 470.000 km². Das Deutsche Reich in den Grenzen vom 31. Dezember 1937 – dem völkerrechtlich relevanten Referenzpunkt – hatte eine Fläche von rund 468.000 km².
Verluste nach dem Zweiten Weltkrieg und die heutige Bundesrepublik
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 verlor Deutschland erneut große Gebiete. Die sogenannten Ostgebiete – Schlesien, Ostpreußen, Pommern und weitere Gebiete östlich der Oder-Neiße-Linie – wurden faktisch abgetrennt und gehören heute zu Polen und Russland. Diese Gebiete machten etwa ein Viertel der Fläche Deutschlands in den Grenzen von 1937 aus. Zusätzlich wurde das verbleibende Territorium in eine westliche (BRD) und eine östliche (DDR) Hälfte geteilt. Mit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 entstand das heutige Deutschland mit rund 357.000 km². Damit ist die Bundesrepublik deutlich kleiner als das Deutsche Kaiserreich von 1871, aber bevölkerungsreicher und wirtschaftlich leistungsfähiger als je zuvor.
Quellen
- Statistisches Bundesamt (Destatis): Bevölkerungsstand Deutschland
- Statista / Statistisches Bundesamt: Fläche der deutschen Bundesländer
- Wikipedia: Deutschland – Fläche und Bevölkerung
- Deutsches Historisches Museum (LeMO): Das Deutsche Kaiserreich
- Wikipedia: Ostgebiete des Deutschen Reiches
- Wikipedia: Grönland – Fläche und Geografie
- Handelsblatt: Die zehn größten Länder der Welt im Überblick (aktualisiert 2026)
FAQs
Wie groß ist Deutschland im Vergleich zu den USA, Russland und China?
Deutschland mit rund 357.596 km² wirkt auf einer Weltkarte wie ein kleines Land – und das ist es im globalen Maßstab tatsächlich. Im Vergleich zu den drei größten Länder der Welt sind die Unterschiede schier unvorstellbar groß.
Russland ist mit rund 17,1 Millionen km² das bei weitem größte Land der Erde und damit annähernd 48-mal so groß wie Deutschland. Das entspricht ungefähr einem Achtel der gesamten Landfläche der Erde. Selbst der europäische Teil Russlands allein wäre noch deutlich größer als die gesamte Europäische Union.
Kanada liegt mit rund 9,985 Millionen km² auf Platz 2 der weltgrößten Länder – das ist etwa 28-mal die Fläche Deutschlands. Kanada besteht dabei zu einem erheblichen Teil aus dünn besiedelten nördlichen Regionen wie dem Yukon oder den Northwest Territories.
Die USA kommen auf rund 9,8 Millionen km² und sind damit rund 27-mal so groß wie Deutschland. Dabei übertrifft selbst ein einzelner US-Bundesstaat – Texas mit rund 696.000 km² – die deutsche Fläche um fast das Doppelte. Selbst Alaska allein ist mit rund 1,7 Millionen km² fast fünfmal so groß wie Deutschland.
China belegt mit rund 9,6 Millionen km² Platz 3 oder 4 (je nach Messmethode), was ebenfalls rund 27-mal der deutschen Fläche entspricht. Zum Vergleich: Allein die Waldfläche Indiens beträgt über 700.000 km² – ungefähr doppelt so viel wie Deutschland insgesamt.
Diese Relationen verdeutlichen, warum Deutschland im globalen Maßstab als mittelgroßes Land eingestuft wird, obwohl es innerhalb Europas zu den bedeutenderen Flächenstaaten gehört. Entscheidend für Deutschlands Gewicht auf der Weltbühne sind nicht die Quadratkilometer, sondern wirtschaftliche Leistung, Bevölkerungsdichte und internationale Vernetzung.
Ist Deutschland größer oder kleiner als Großbritannien?
Deutschland ist deutlich größer als Großbritannien. Das Vereinigte Königreich (bestehend aus England, Schottland, Wales und Nordirland) hat eine Gesamtfläche von rund 243.610 km². Deutschland hingegen kommt auf rund 357.596 km² – das entspricht etwa dem 1,47-fachen der britischen Fläche. Deutschland ist also rund 47 Prozent größer als Großbritannien.
Dabei ist auch die Bevölkerungsverteilung interessant: Großbritannien hat trotz der kleineren Fläche ebenfalls eine hohe Bevölkerungsdichte von rund 280 Einwohnern pro km², während Deutschland auf rund 233 bis 237 Einwohner pro km² kommt. In absoluten Zahlen ist Deutschland mit rund 83,5 Millionen Einwohnern (Stand Ende 2025) bevölkerungsreicher als Großbritannien mit rund 68 Millionen Menschen.
Innerhalb Europas gehören beide Länder zu den großen Flächenstaaten. Frankreich übertrifft jedoch beide mit rund 643.800 km² bei weitem – Frankreich ist fast doppelt so groß wie Deutschland und rund 2,6-mal so groß wie Großbritannien. Spanien liegt mit rund 505.990 km² ebenfalls noch deutlich über der deutschen Fläche.
Ein weiterer interessanter Vergleich: Die britische Insel (also nur England, Schottland und Wales ohne Nordirland) hat eine Fläche von rund 229.850 km² und wäre damit noch etwas kleiner. Deutschland könnte die britische Hauptinsel also rund 1,6-mal aufnehmen. Dieser Vergleich zeigt, wie unterschiedlich die territorialen Dimensionen der europäischen Länder ausfallen können, auch wenn man nur Westeuropa betrachtet.
Wie hat sich die Fläche Deutschlands durch die beiden Weltkriege verändert?
Die territoriale Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert ist von dramatischen Veränderungen geprägt. Im Jahr 1871, bei der Gründung des Deutschen Kaiserreichs, umfasste das Reichsgebiet rund 541.000 km² – also etwa 51 Prozent mehr als das heutige Deutschland.
Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg musste das Deutsche Reich im Versailler Vertrag (1919) rund 70.000 km² seines Territoriums und mehr als 6 Millionen Einwohner abtreten. Das entsprach etwa 13 Prozent der damaligen Reichsfläche. Abgetreten wurden unter anderem Elsass-Lothringen an Frankreich, das Memelland, große Teile von Posen und Westpreußen an Polen sowie Nordschleswig an Dänemark. Die Weimarer Republik schrumpfte damit auf rund 470.000 km².
Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor Deutschland erneut riesige Gebiete. Die Ostgebiete des Deutschen Reiches – darunter Schlesien, Ostpreußen, Hinterpommern und weitere Gebiete östlich der Oder-Neiße-Linie – wurden faktisch abgetrennt. Sie machten etwa ein Viertel der Fläche des Deutschen Reiches in den Grenzen von 1937 aus, was einem Umfang von rund 114.000 km² entspricht. Diese Gebiete gehören heute überwiegend zu Polen und in kleinen Teilen zu Russland (ehemaliges nördliches Ostpreußen mit Königsberg/Kaliningrad).
Das nach 1945 verbliebene Territorium wurde in zwei Staaten geteilt: die Bundesrepublik Deutschland (BRD) im Westen und die Deutsche Demokratische Republik (DDR) im Osten. Mit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 und dem Zwei-plus-Vier-Vertrag wurden die deutschen Grenzen völkerrechtlich endgültig festgelegt. Das heutige Deutschland mit rund 357.000 km² ist damit deutlich kleiner als das Kaiserreich von 1871 – zugleich aber wirtschaftlich und politisch bedeutender als je zuvor in der deutschen Geschichte.
Insgesamt hat Deutschland seit der Kaiserreichsgründung rund ein Drittel seiner damaligen Fläche verloren – ein Ergebnis zweier verlorener Weltkriege und der daraus folgenden Friedensverträge.
Wie groß ist Grönland wirklich im Vergleich zu Deutschland – und warum sieht es auf der Karte so viel größer aus?
Grönland hat eine Gesamtfläche von rund 2,17 Millionen km² und ist damit etwa sechsmal so groß wie Deutschland (357.596 km²). Grönland ist die größte Insel der Welt – vorausgesetzt, man betrachtet Australien als Kontinent und nicht als Insel.
Allerdings ist ein Großteil dieser enormen Fläche praktisch unbewohnbar: Rund 80 Prozent – also etwa 1,76 Millionen km² – sind von einem bis zu 3.200 Meter mächtigen Inlandeis bedeckt. Die eisfreien Küstenbereiche umfassen nur rund 410.000 km², was in der Fläche etwas größer als Deutschland ist. Trotz dieser gewaltigen Gesamtfläche leben auf Grönland nur etwa 57.000 Menschen – das ist weniger als die Einwohnerzahl einer mittelgroßen deutschen Kleinstadt.
Die bekannte optische Täuschung auf Weltkarten hat einen physikalischen Grund: Die klassische Mercator-Projektion, die auf den meisten gedruckten Weltkarten und früher auch in der Schule verwendet wurde, verzerrt Flächen in höheren Breitengraden stark nach oben. Grönland liegt sehr weit im Norden, weshalb es auf der Mercator-Projektion so groß erscheint wie der gesamte Kontinent Afrika – obwohl Afrika tatsächlich rund 30 Millionen km² umfasst und damit etwa 14-mal so groß ist wie Grönland. In flächentreuen Kartenprojektion (wie der Peters-Projektion) erscheint Grönland deutlich kleiner und kompakter.
Grönland ist politisch ein autonomes Gebiet innerhalb des Königreichs Dänemark, geografisch zählt es jedoch zu Nordamerika. Deutschland und Grönland trennen nicht nur geographische Welten, sondern auch die extreme Bevölkerungsdichte: Während in Deutschland rund 233 Menschen pro km² leben, kommen in Grönland nur 0,03 Einwohner auf jeden Quadratkilometer – einer der niedrigsten Werte weltweit.
Welche Bundesländer sind flächenmäßig besonders groß oder besonders klein – und was bedeutet das für den Alltag?
Deutschland ist ein föderaler Bundesstaat mit 16 sehr unterschiedlich großen Ländern. Die Bandbreite reicht vom Flächenriesen Bayern bis zum winzigen Stadtstaat Bremen – ein Verhältnis von rund 168:1.
Bayern ist mit rund 70.542 km² das mit großem Abstand größte Bundesland. Es macht knapp ein Fünftel der deutschen Gesamtfläche aus und wäre als eigenständiger Staat flächenmäßig größer als viele europäische Länder – etwa größer als die Tschechische Republik (78.866 km²) oder die Schweiz (41.285 km²). Auf Platz zwei folgt Niedersachsen mit rund 47.710 km², gefolgt von Baden-Württemberg. Diese drei Bundesländer allein machen bereits rund 43 Prozent der deutschen Gesamtfläche aus.
Am anderen Ende der Skala stehen die drei Stadtstaaten: Bremen (420 km²) ist das kleinste Bundesland und besteht aus den zwei Städten Bremen und Bremerhaven, die räumlich voneinander getrennt sind. Hamburg kommt auf 755 km² und ist damit zwar klein, aber mit rund 1,9 Millionen Einwohnern und einer der bedeutendsten Hafenstädte Europas wirtschaftlich äußerst gewichtig. Berlin als Hauptstadt hat 891 km² Fläche, beherbergt aber rund 3,8 Millionen Einwohner – was zu einer enormen Bevölkerungsdichte von über 4.200 Einwohnern pro km² führt.
Die Flächengröße beeinflusst den Alltag der Menschen erheblich: Große Flächenländer wie Bayern, Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern haben ausgeprägt ländliche Strukturen mit langen Pendelwegen, verteilter Infrastruktur und anderen Herausforderungen bei der Daseinsvorsorge als die dicht besiedelten Stadtstaaten. Nordrhein-Westfalen ist zwar nur das viertgrößte Bundesland nach Fläche (rund 34.085 km²), aber mit rund 18 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste – hier liegt die Bevölkerungsdichte weit über dem Bundesschnitt.
Die unterschiedliche Flächenverteilung spiegelt historische Entwicklungen wider: Die großen Flächenländer im Norden und Süden gehen meist auf historische Territorialstaaten zurück, während die Stadtstaaten ihre besondere Rolle seit dem Mittelalter als Handelszentren entwickelt haben.
Wie groß ist Deutschland in Hektar, und wofür wird diese Einheit verwendet?
Die Gesamtfläche Deutschlands von rund 357.596 km² entspricht etwa 35.759.600 Hektar – also rund 35,8 Millionen Hektar. Ein Hektar entspricht 10.000 Quadratmetern oder 0,01 km². Die Umrechnung ist simpel: 1 km² = 100 Hektar.
Die Einheit Hektar (ha) spielt im deutschen Alltag vor allem in der Landwirtschaft und Forstwirtschaft eine zentrale Rolle. Wenn etwa der landwirtschaftlich genutzte Anteil der deutschen Fläche benannt wird – rund 179.578 km² bzw. rund 17,96 Millionen Hektar –, dann gibt diese Zahl in Hektar für Landwirtschaftsbetriebe ein unmittelbar greifbares Maß ab. Auch bei der Vergabe von EU-Agrarsubventionen, beim Kauf und Pacht von Ackerland sowie bei der Berechnung von Erntemengen wird fast ausschließlich in Hektar gerechnet.
In der Forstwirtschaft ist Hektar ebenfalls die Standardeinheit: Deutschland hat rund 30 Prozent Waldfläche – das entspricht rund 11,4 Millionen Hektar Wald. Auch Schutzgebiete, Nationalparks und Naturschutzflächen werden in Hektar gemessen. So ist beispielsweise das Wattenmeer-Schutzgebiet in Zehntausenden von Hektar erfasst.
Im Immobilienbereich und bei Grundstücken wird Hektar vor allem für größere Grundstücke verwendet, während kleinere Flächen in Quadratmetern angegeben werden. Ein typisches landwirtschaftliches Feld hat oft mehrere Hektar Größe, ein Einfamilienhaus-Grundstück hingegen nur wenige Hundert Quadratmeter.
Für den schnellen Überblick: Ein Hektar entspricht etwa 1,4 Fußballfeldern (ein Fußballfeld hat je nach Maß ca. 0,65 bis 0,85 Hektar). Die Gesamtfläche Deutschlands entspricht also rund 42 bis 55 Millionen Fußballfeldern. Diese anschauliche Umrechnung verdeutlicht, wie groß das Staatsgebiet selbst in dieser kleinteiligen Einheit ist.